Idee und Geschichte

Es war einmal vor etwa 10 Jahren, da saß eine Gruppe von Freunden in einer Berliner WG und tauschte sich aus, über die Dinge, die sie bewegten, über Konzepte, Ideen, Entdeckungen und vieles mehr. 
Es kam ein Ort zur Sprache, ein kleiner Ort in Mitte der Sternberger Seenplatte. In diesem Ort hatte ein Onkel eine Schafswiese. 
Dort war (und ist) es ganz besonders – besonders schön, besonders klein, besonders gemütlich und mit einer überraschend großen Dichte an künstlerisch tätigen Menschen.
Die Ideen nahmen ihren Lauf: Zusammenkommen, Projekte, Workshops, Dinge bauen, die Natur, den See, das Wetter genießen, Kreativ-Werden, voneinander, miteinander Lernen. Naja und dann ein Fest dazu, bei dem all das zelebriert wird.
Schnell gab es einen Realitätsschock: Es war gar nicht so leicht, einen Termin zu finden, in den geschäftigen Leben der heutigen Menschen. Fragen wollen beantwortet werden: wie groß, wie viele Menschen, welche Workshops, welche Musik.
Und dann war sie da, war sie geboren, die erste Ideenwiese, mit einer Bühne gebaut aus Abfallholz und Stöckern und Paletten. Mit einer Kochgrube und mit ganz viel Regen. Es stellte sich heraus, die Kombination aus den beiden letztgenannten Dingen war unvorteilhaft. Es gab eine Baumarkttour, bei der eine ganze Ladung Gummistiefel mitgebracht wurde.

Und nichts destotrotz war sie ein Fest, die Ideenwiese.

Und ist sie seit dem jedes Jahr.

Viel hat sie gesehen und erlebt: bunte, vielseitige Workshops, wie etwa Ledersandalenbau, Holzringfertigung, Yoga, Schokolade selbst machen und und, ein Potpourri an Musikern, unzählige Lagerfeuer, viele Menschen, wenige Menschen – große und kleine Rahmen, Professionalisierung und Do it Yourself. Manchmal haben sich Menschen übernommen, sind über ihre Grenzen hinaus gewachsen. 

Die zwei Coronajahre geben uns Raum zu reflektieren und zu fragen: was ist die Ideenwiese?

Die Ideenwiese ist eine Zeit im Jahr, sie ist auch ein Ort und sogar eine Einstellung. 

Und so wollen wir zurück zu unseren Wurzeln.

Zusammenkommen, uns ausprobieren, voneinander und miteinander lernen, einander und uns selbst sehen und hören, Ideen entwickeln, austauschen und reflektieren, sie zu Projekten werden lassen. Gemeinsam bauen, basteln, dekorieren, Kunst machen. Und – ganz wichtig – die Musik und das Tanzen zelebrieren.

Jede*r darf wirken, sich einbringen und auch einfach nur Sein.